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k.k.St.B. Gb 221 461 Bierwagen -Biertransport Brauhaus der Stadt Wien- Epoche I
Artikel Nr.: HI59906
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k.k.St.B. Gb 221 461 Bierwagen -Biertransport Brauhaus der Stadt Wien- Epoche I
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AUSVERKAUFT

 

Heris Modell eines Biertransportwagens des Brauhaus der Stadt Wien, eingesetzt bei der k.k.St.B. unter der Betriebsnumer Gb 221 461, Epoche I.

 

Das Brauhaus der Stadt Wien oder auch Wiener Stadtbräu war eine Bierbrauerei im Besitz der Stadt Wien mit Standort in Rannersdorf in der Gemeinde Schwechat. In der Zwischenkriegszeit gehörte das Brauhaus zu den größten Brauereien Österreichs.

Eine mehrheitlich aus in Wien ansässigen Wirten bestehende und 1899 konstituierte Genossenschaft erwarb als Wiener Brauhaus Gen.m.b.H. am 22. September 1900 das in Rannersdorf gelegene landgräfliche Gut Wallhof samt Acker- und Wiesenflächen und errichtete dort eine Brauerei mit einer Jahreskapazität von rund 100.000 Hektolitern Bier ein. Mit dieser Aktion wollten sie sich aus der Abhängigkeit von privaten Brauereien befreien.

Der Plan drohte jedoch zu scheitern, da sich herausstellte, dass die Rentabilitätsgrenze bei ungefähr 200.000 Hektolitern jährlich lag und die notwendige Kapazitätserweiterung mit eigenen Finanzmitteln nicht zu bewerkstelligen war. Verhandlungen mit der Gemeinde Wien hatten zum Ergebnis, dass die Stadt das Gut Wallhof mit rund 154 Hektar Grundfläche übernahm und als Gegenleistung die Brauerei für eine Jahresproduktion von mindestens 250.000 Hektolitern ausbaute, was der Wiener Gemeinderat am 27. Juni 1905 genehmigte.

In den Jahren 1906 bis 1911 wurden die notwendigen Maßnahmen durchgeführt. Trotz der harten Konkurrenz gelang es, den Absatz von rund 70.000 Hektolitern im Jahr 1906 auf etwa 242.000 Hektoliter im Jahr 1914 zu steigern. Ab dem Jahr 1911 schrieb das Brauhaus der Stadt Wien lange Zeit nur Gewinne.

In der Zwischenkriegszeit wurde das Brauhaus modernisiert, zusätzlich wurden 14 Arbeiter- und vier Beamtenwohnhäuser sowie ein Wohlfahrtsgebäude mit Werkskantine, Umkleideräumen und Wasch- und Badeanlagen errichtet. Der während des Ersten Weltkriegs auf 40.000 Hektoliter gesunkene Jahresbierausstoß wurde 1922 auf 184.756 Hektoliter und in weiterer Folge auf bis zu 425.845 Hektoliter gesteigert. Im Gegensatz zu den privaten Brauereien konnte der Bierpreis auf gleichem Niveau gehalten werden. 1927 wurde die Brauerei an die Wiener Wasserversorgung angeschlossen.

Am 3. Dezember 1956 wurde im Wiener Rathauskeller die Presse über das Vorhaben informiert, zunächst drei Biersorten zusätzlich in sogenannten Kleinbierflaschen anzubieten. Eine gute Akzeptanz der neuen Flaschengröße wurde vor allem deshalb erwartet, da in den letzten 10 Jahren der Verkauf von Bier in 0,5-Liter-Flaschen in Wien von 25 auf 60 Prozent gestiegen war. Neben Touristen, die an die Kleinbierflaschen bereits gewohnt waren, sollten nun auch jene einheimischen Konsumenten gewonnen werden, die mit einem Seidel genug hatten. Den Ankauf von 300.000 der neuen 0,3-Liter-Flaschen, die mit einer sogenannten Champagnerstanniolierung auf den Markt kommen sollten, genehmigte der Gemeinderat auf Antrag des Stadtrates für städtische Unternehmungen, Richard Nathschläger, im Juni 1956. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Brauerei modernisiert, trotzdem konnte an die wirtschaftlichen Erfolge de Zwischenkriegszeit nicht angeschlossen werden.

Am 14. Juli 1959 unterbreitete der Stadtrat Josef Afritsch dem Wiener Gemeinderat den Antrag, das Brauhaus der Stadt Wien einschließlich der Anteile des Brauhauses an den Gesellschaften Gabeg und Steffl trotz guter Angebote aus dem Ausland an eine eigens gegründete österreichische Kommanditgesellschaft zu verkaufen. Die Kommanditgesellschaft bestand aus folgenden Brauereien:

Die Arbeiter-Zeitung kommentierte am gleichen Tag den geplanten Verkauf des ungeliebten Brauhauses zustimmend. Laut dem auf der Titelseite platzierten Artikel hatte das sozialistisch regierte Wien die von der Brauerei kommenden Einkünfte für soziale Zwecke verwendet. So wurde unter anderem in der Zwischenkriegszeit das Radium für das Krankenhaus Lainz daraus finanziert.

Im Kaufvertrag verpflichtete sich die Stadt unter anderem dazu,

  • in den nächsten zehn Jahren weder selbst eine Brauerei zu errichten, sich an einer solchen nicht zu beteiligen, sich mit dem Großan- oder Verkauf oder der Abfüllung von Bier nicht zu befassen und
  • die am Übernahmstag bestehenden Verbindlichkeiten inklusive bereits bestehender Pensionslasten für ehemalige Brauereibedienstete zu regeln.
  • Bei der Stadt Wien sollten das Gut Wallhof sowie die Barbestände und Barguthaben verbleiben.

Von rund 300 Beschäftigten wurden 177 von den neuen Besitzern übernommen. Die übrigen, darunter 48 pragmatisierte, wurden von der Stadt Wien übernommen.

Der Antrag, das Brauhaus der Stadt Wien zu verkaufen, wurde am 17. Juli gegen die Stimmen der Wahlgemeinschaft österreichische Volksopposition VO angenommen.

Der Werkstättentrakt und die Mälzerei, die bis 1979 in Betrieb war, ging an die Brauerei Schwechat. 1983 wurde die Mälzerei verkauft und anschließend als Getreidesilo genutzt. Das restliche Brauereigelände wurde von einer Firma, die mit Stahlrohren handelt, erworben.

 

Quelle: Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Brauhaus_der_Stadt_Wien

 





  

 

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