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Steyr Puch 700 Haflinger mit Verdeck -Oldtimertreffen Flachau-
Artikel Nr.: BUB05727-000
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Steyr Puch 700 Haflinger mit Verdeck -Oldtimertreffen Flachau-
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Limitierte Auflage 500 Stück

BUB Modell eines Steyr Puch Haflinger rot mit grauen Verdeck zum 6. historischen "Hundsdaschlogn" Oldtimertreffen vom 27. bis 29. 8. 2010

 

 

Der Steyr-Puch Haflinger ist ein kleiner leichter Geländewagen mit Allradantrieb der österreichischen Firma Steyr-Daimler-Puch AG. Er wurde von 1959 bis 1974 produziert und vorwiegend als Militärfahrzeug an das Österreichische Bundesheer und an die Schweizer Armee geliefert, aber auch in diversen zivilen Ausführungen gebaut. Der Haflinger wurde vor allem für den Einsatz im Gebirge entwickelt.

Geschichte

Der Steyr-Puch „Haflinger“, benannt nach der berühmten gleichnamigen Gebirgs-Pferderasse, ist die Konsequenz von anregenden Gesprächen bei einer Vorführung von Motorrädern für das österreichische Bundesheer. Für die Konstruktion war Erich Ledwinka verantwortlich, der Sohn des bedeutenden Autokonstrukteurs und langjährigen Tatra-Chefkonstrukteurs Hans Ledwinka.

Der Haflinger ist etwa 2,85 Meter lang, 1,35 Meter breit und wird von einem hinten eingebauten, luftgekühlten Zweizylinder-Boxermotor mit 643 cm³ Hubraum und 24 PS angetrieben. Es hat einen Zentralrohrrahmen ähnlich der Tatra-Lkw und wiegt leer etwa 600 kg, hat eine Nutzlast von etwa 500 kg sowie eine Anhängelast von 1500 kg und lässt sich mit verschiedenen Aufbauten versehen.

Der Haflinger erwies sich als überraschender Erfolg und wurde in unterschiedlichen Varianten gefertigt. So gab es neben den Militärausführungen für die Schweiz, Österreich, Schweden, Indonesien und Australien auch im zivilen Sektor verschiedene Modelle. Dazu zählen z.B. der „Kommunalhaflinger“ (zumeist mit dem festen Polyester-Fahrerhaus ausgeliefert), der „Tropenhaflinger“ mit einem zusätzlichen Zyklon-Luftfilter auf der Schnauze oder aber auch die Länder-Ausführungen (Haflinger-Ausführungen für andere Staaten, die den jeweiligen Vorschriften angepasst wurden) wie etwa der „Pathfinder“ mit den "Froschaugen" (Sealed beam-Scheinwerfer) für die USA, die „Steyr-Puch 700AP“ genannte Italien-Version mit "Hörnchenblinkern" und der Rechtslenker für Großbritannien. Daneben wurden auch diverse Haflinger in Sonderausführung an die Feuerwehr sowie Bergrettung geliefert.

Trotz der kleinen Dimensionen wurde der Haflinger von einigen Streitkräften auch als Waffen-Plattform verwendet. Das österreichische Bundesheer setzte ihn als Lafette für ein schweres Browning M2-MG oder ein Rückstoßfreies Geschütz vom Typ M18 ein. Die Armeen der Schweiz und Schweden statteten ihn zum Teil mit einer ungewöhnlichen Bewaffnung aus, 6 nach vorne und weitere 8 nach hinten gerichtete Panzerabwehrraketen von Typ Bofors Bantam.

Militär- und Offroad-Fans schätzen das allradgetriebene Fahrzeug als extrem geländegängig. Der Haflinger hat zwei getrennte Differentialsperren und eine Einzelradaufhängung an gegabelten Portal-Pendelhalbachsen mit Schraubenfedern rundum, so dass sich auch bei kleiner Radgröße eine große Bodenfreiheit ergibt. Jede Halbachse hat etwa 25 cm Bewegungsfreiheit, die Endübersetzung erfolgt in den Radnaben.

Besondere Vorteile des Fahrzeuges sind unter anderem:

  • Außerordentlich niedriger Schwerpunkt wegen des niedrigen Zentralrohr-Chassis und dem Fehlen eines oberen Karosserieaufbaus
  • Großzügige Böschungswinkel vorne und hinten sowie günstiger Rampenwinkel in der Mitte, was die Überschreitung von Hindernissen enorm erleichtert
  • Die beiden getrennten Differentialsperren ermöglichen ein Fortkommen des Fahrzeugs selbst wenn nur noch ein einziges Rad Traktion hat
  • Die Portalachsen führen zu einem Achs-Zentrum über dem Rad-Zentrum was die Bodenfreiheit erhöht ohne auf größere Räder angewiesen zu sein
  • Die Radaufhängung ist vollkommen unabhängig an allen vier Rädern und bietet bei großer Verschränkungs-Fähigkeit ein Maximum an möglicher Bodenhaftung

Nachteil des Fahrzeuges ist jedoch die vergleichsweise geringe Motorleistung und die damit verbundene niedrige Höchstgeschwindigkeit von 75, 64, 58 oder gar nur 52 km/h (je nach Getriebe und Achsübersetzung), sodaß er weniger für längere Fahrstrecken geeignet ist und weshalb Liebhaber ihren Haflinger heute bei längeren Anreisen zu Treffen usw. bevorzugt mit Anhängern oder Klein-LKWs transportieren.

Der "Große Bruder" des Haflinger, der von außen auf den ersten Blck wie eine vergrößerte Version von diesem erscheint, wurde später unter dem Namen Steyr-Puch Pinzgauer vermarktet. Der Pinzgauer war (und ist noch immer) optional auch mit drei angetriebenen Achsen mit der Antriebsformel 6x6 erhältlich und gehört nach wie vor zu den geländegängigsten Fahrzeugen überhaupt.

Ein "H2", also ein "Haflinger 2" war als Nachfolger des kleinen Geländewagens geplant, wurde jedoch in der ursprünglich projektierten Konzeption nicht mehr realisiert. Daraus wurde allerdings schließlich der Puch G bzw. die baugleiche Mercedes G-Klasse, der heute noch immer im Steyr-Werk in Graz produziert wird.

Insgesamt wurden vom Steyr-Puch Haflinger in den Jahren 1959-1974 insgesamt 16.647 Fahrzeuge aller Varianten hergestellt.

 







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