|
Halling Modell eines Strassenbahn Gelenktriebwagens Type E/E1 der Wiener Verkehrsbetriebe in rot/weiß, Epoche III-V. Im Zuge der Erneuerung des Wagenparks der Wiener Strassenbahn wurden auch sechsachsige Gelenktriebwagen von der heimischen Waggonbauindustrie (Simmering-Graz-Pauker) und Lohne Werke) nach Lizenz der "Düsseldorf-Uerdinger Waggonfabrik (Düwag) erzeugt. Vor der Serienfertigung wurden zwei Prototypwagen (Nummern 4401 und 4402) hergestellt, die teilweise unterschiedliche technische Ausstattung bekamen und die im Gegensatz zu den Serienwagen noch Scherenstromabnehmer hatten. Die erste Fahrt im Personenverkehr machte dann der Wagen 4401 am 7. Oktober 1959 auf der Linie 71. Daraufhin wurden noch 87 Stück dieser Wagentype "E" beschafft. Um die neuen Wagen wirtschaftlicher einsetzen zu können wurde Ihnen ab 1962 auf einigen Linien vierachsige Beiwagen angehängt. Dabei erwies sich die Leistung der Wagen (2 Motoren á 100 kW) als zu gering. Ab 1966 wurde daher eine äußerlich vollkommen gleich aussehende Wagentype "E1" gebaut, bei der die beiden Fahrmotoren jedoch eine Leistung von je 150 kW aufweisen, was einen vollkommenen problemlosen Betrieb mit Beiwagen ermöglicht. Diese Type "E1" wurde bis zum Jahr 1976 in 338 Exemplaren gebaut, sodass die Wiener Strassenbahn über insgesamt 427 sechsachsige Gelenktriebwagen der Bauart E/E1 verfügte. Nachdem schon im Jahre 1963 ein Wagen (Nr. 4436) versuchsweise mit elektrischer Fahrschaltersteuerung ausgestattet wurde, bekamen die Wagen ab dem Baujahr 1971 elektronisch gesteuerte Fahr- und Bremsregelungseinrichtungen, um sie im Einmannbetrieb verwenden zu können. Der "Einmannbetrieb" wurde bei der Wiener Straßenbahn ab dem 11. Mai 1972 eingeführt. Die vorher gebauten "E1" und auch die "E" wurden bis zum Jahr 1984 ebenfalls dafür umgerüstet. Die vielen Umbauten, Zubauten, Anpassungen an geänderte Betriebsbedingungen und Vereinfachungen, die im Laufe der Jahre an den Wagen vorgenommen wurden, änderten teilweiser auch das äußere Erscheinungsbild der Fahrzeuge: hauptsächlich fiel dabei das Weglassen einer Zierlinie ("Düwag-Spitz") bei der Wagentype "E" und der Umbau der ursprünglich dreiteiligen Hecktüre zu einer Doppeltüre auf. Trotz des teilweise schon mehr als dreißigjährigen Einsatzes der Gelenktriebwagen "E"/"E1" im Wiener Strassenbahnnetz sind die Fahrzeuge durch die dauernde Wartung und Anpassung an die sich ändernen Sicherheitserfordernisse auch heute hochmoderne Wagen, die den Hauptanteil an den Beförderungsleistungen der "Wiener Stadtwerke - Verkehrsbetriebe" tragen. Wagennummern: Type E: 4401 - 4459 und 4601 - 4630 Type E1: 4461 - 4560 und 4631 - 4868 Bei der Type "E" wurden im Laufe der Jahre einige Umnumerierungen vorgenommen, wobei z.B. der heutigen Wagen Nr. 4459 bereits die vierte Betriebsnummer trägt: 4402 (1959-1960) 4440 (1960-1964) 4600 (1964-1971) 4459 (seit 1971)
|