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ÖBB - Gräf & Stift 145 FON beige/rubinrot (ohne Beschriftung)

Artikel Nr.: BRE58090
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ÖBB - Gräf & Stift 145 FON beige/rubinrot (ohne Beschriftung)
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Brekina/Starline Modell Reisebus Gräf & Stift 145-FONbeige/rubinrot (ohne ÖBB Beschriftung)

 

Nach Einführung der ersten Rundhauber Gräf & Stift 120-FON im Jahr 1954 folgte  1957 die verbesserte Version 145-FON, die auch eine neue Karosserie mit Panoramascheibe erhielt. Von dieser bis 1963 gebauten Type erhielt u.a. die Post rund 100 Stück sowie der ÖBB-KWD und viele andere mehr. Die Einsatzdauer erstreckte sich bis in die Mitte der 70er Jahre.

 

Bereits 1896 gründeten die drei Gebrüder Gräf eine Werkstätte in Wien, die 1897 bereits den ersten PKW mit wassergekühltem Vierzylinder-Motor auslieferte. Dieses Fahrzeug wurde mit einem Viergang-Zahnradgetriebe mit Kulissenschaltung anstatt der zur damaligen Zeit verwendeten Riemenübertragung ausgestattet. 1898 wurde das erste Automobil mit Vorderradantrieb hergestellt. Diese Technik ließen sie 1900 auch patentieren.

1901 kam der Investor Wilhelm Stift hinzu, woraus 1904 die Gründung des Unternehmens in der Weinberggasse (Wien-Döbling) resultierte. Ab 1905 baute das Unternehmen vor allem große Limousinen (u. a. für das Habsburger Kaiserhaus) und kleine Busse, die ab 1908 u. a. für den Touristenverkehr eingesetzt wurden. Gräf & Stift war in Österreich aber auch ein bedeutender Hersteller von Bussen - sowohl für den Stadt- als auch für den Überlandverkehr - und von Aufbauten für Straßenbahnen. Der von Gräf & Stift entwickelte Dolomitenbus hatte 22 kW (30 PS), ein Klappverdeck und elf Sitzplätze, die in zwei Klassen eingeteilt waren. Er wurde auf der Strecke Wien - Bozen eingesetzt.



In einem Doppelphaeton (28/32 PS) von Gräf & Stift, der im Besitz von Franz Graf Harrach war, saß Thronfolger Franz Ferdinand, als auf ihn in Sarajevo das Attentat verübt wurde, das den Ersten Weltkrieg auslöste. Der Wagen ist heute im Heeresgeschichtlichem Museum in Wien ausgestellt. In den Kriegsjahren 1916-17 wurde das Döblinger Werk wesentlich erweitert. Die Planung wurde durch den Architekten Philipp Jakob Manz durchgeführt.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden im Stammwerk im heutigen Wiener Bezirk Liesing vor allem LKW und Autobusse produziert.

Am 28. Mai 1931 wurde mit Gräf & Stift-Omnibussen die Fernlinie Wien–Budapest eröffnet. Die erste Fahrt wurde in sechs Stunden vom Konstrukteur des Omnibusses, Herrn Ing. Josef Gräf jun. selbst durchgeführt.

In den Märztagen 1938 bestand die Belegschaft nur mehr aus rund 300 Mann, die zum Teil in Kurzarbeit standen. Nach dem „Anschluss“ wurden 1500 Personen beschäftigt. Das Erzeugungsprogramm wurde von Kleinserien auf Großserien von LKW und Omnibussen umgestellt.

Anfang der Sechzigerjahre begann das Unternehmen Verluste zu machen. 1964 wurden nur 165 LKW gebaut. Um 1970 stiegen die Verluste weiter an. Gräf & Stift begann Verhandlungen mit der ÖAF und 1971 erwarb die Österreichischen Automobil Fabriks-AG 99 % der Gräf-Aktien. Der neue Firmenname lautete nun ÖAF-Gräf & Stift AG; noch im selben Jahr wurde das Unternehmen von der MAN AG übernommen.







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