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LH Strassenbahn Modell der Type G mit der Betriebsnummer 672 in rot/weiß der Wiener Verkehrsbetriebe, heute Wiener Linien, in Epoche III. Triebwagen Type G: Betriebsnummer 672 Beschafft von der Unternehmung: Bau- und Betriebsgesellschaft für städtische Straßenbahnen in Wien Gebaut von: der Grazer Waggonfabrik (1901) Für die Elektrifizierung der Pferdetramwaylinien und für den weiteren Ausbau des Straßenbahnnetzes beschaffte die „Bau- und Betriebsgesellschaft für städtische Straßenbahnen in Wien" in den Jahren 1900 bis 1902 insgesamt 400 Triebwagen der Type „G" (Nummern 601 - 1000). Durch die erstmalige Verwendung von „Lenkachsen" (Verschiebbarkeit der Achsen in Längsrichtung +/- 15 mm, in Querrichtung +/- 13 mm) konnte der Radstand gegenüber den bisher gebauten Triebwagen auf das Doppelte (= 3600 mm) vergrößert werden. Wagenkasten und Plattformen konnte man daher sehr geräumig gstalten. Auch die „Neue Wiener Tramwaygesellschaft" beschaffte im Jahr 1902 insgesamt 120 Wagen der gleichen Bauart (Nummern 2001 - 2120, später 481 - 600). Mit 520 Exemplaren war die Type „G" damit die stückzahlmäßig größte Wagenserie, die je für eine einzige Stadt gebaut wurde. Die Wagenkasten hatten ursprünglich sechs Fenster pro Wagenseite (4 kleine und 2 große Fenster), die Plattformen waren offen ausgeführt. Im Laufe der Jahre wurden alle Wagen durch Teilen der großen Fenster mit acht Fenstern ausgestattet und die offenen Plattformen wurden verschlossen. Dabei wurde von 1926 bis 1929 die herkömmliche Bauform („Holzverglasung") gewählt, in den Jahren 1929 und 1930 wurde aus Zeitgründen jedoch bei 368 Wagen die charakteristische „Kobelverglasung" angewendet. Wegen der großen Glasflächen bekamen diese Wagen den Spitznamen „Aquarium". Diese, auch beim Wagen 672 ersichtliche Kobelverglasung war schneller und billiger zu montieren, die schräge Scheibe mußte eingebaut werden, damit für die Fahr- und Handbremskurbel genügend Platz war. Der planmäßige Einsatz der letzten G-Triebwagen endete am 3. Mai 1962.
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